Garmin Fenix 3

Erfolg der Garmin Fenix 3

Meines Erachtens verkauft sich die Fenix 3 momentan so gut weil sie ein sehr breites Spektrum von Funktionen mit einem ansprechenden Design verbindet. Mit der Uhr macht man sowohl an Sportveranstaltungen sowie im Büro eine gute Figur. Ausserdem deckt die Uhr viele verschiedenen Aktivitäten (Laufen, Triathlon, Outdoor) ab und spricht demzufolge eine viel breitere Käuferschicht an. Und genau deshalb habe ich mir die Uhr gekauft. Ich suche schon lange nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ und dieser kommt die Fenix ziemlich nahe.

Die Modelle

Das High-End-Modell ist die Fenix 3 mit Saphirglas und Edelstahl-Armband. Daneben gibt es die Uhr mit „normalem“ Glas und einem Kunststoff-Armband. Die einfache Variante gibt es in den Farbausführungen silber-rot oder grau-schwarz. Die Saphir-Variante erhält man nur in der Farbe grau-schwarz. Ausserdem wird die Uhr mit oder ohne Brustgurt angeboten. Der Funktionsumfang ist aber bei allen Uhren derselbe – auch bei der Software besteht kein Unterschied. Die Preise (Quelle digitec.ch) reichen von CHF 384.— für das einfache Modell ohne Brustgurt, bis zu 599.— für das Saphirmodell mit Brustgurt. Ich habe mich für die einfache, grau-schwarze Variante entschieden und sämtliche nachfolgenden Erläuterungen werden sich auch auf dieses Modell beziehen.

Grösse, Gewicht und Design

Die Uhr wiegt 82 Gramm hat einen Durchmesser von ca. 5.5 cm und misst 1.5 cm in der Tiefe.  Da ich ein ziemlich schmales Handgelenk habe wirkt sie an meinem Arm relativ klobig. Das Design ist sehr schlicht trotzdem elegant und wie bereits erwähnt kann die Uhr aus meiner Sicht mit Sportkleidern aber auch zusammen mit einem Anzug getragen werden.

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Seitenansicht
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Ansicht Rückseite

Funktionsumfang

Wie schon gesagt, trumpft die Uhr mit einem wahren Feuerwerk an Funktionen auf. Neu werden diese bei Garmin „Apps“ genannt. Folgende Apps werden von der Fenix als Funktionen bereitgestellt: Laufen, Indoor Lauf, Trail Run, Indoor Rad, Radfahren, Schwimmbad, Freiwasser, Wandern, Bergsteigen, Ski/Snowboard, Langlauf und Triathlon. Ausserdem ist die Uhr auch ein „Activit-Tracker“ und zeigt dem Besitzer Zahlen zur Schrittanzahl, zu den verbrauchten Kalorien sowie zu der zurückgelegten Strecke. Auch kann die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden und das Samartphone streamt anschliessend Informationen über Anrufe, SMS und Emails auf die Fenix. Nachfolgend werde ich einige der von mir gebrauchten Funktionen genauer beschreiben.

Activity Tracker

Wie bereist erwähnt bringt die Fenix 3 einen integrierten Activity-Tracker mit, der Schritte und verbrauchte Kalorien zählt und die zurückgelegte Distanz erfasst. Ausserdem wird dem Benutzer ein tägliches Ziel vorgegeben. Mein berechnetes Ziel sind momentan 5102 Schritte pro Tag. Auch fordert die Uhr mich zum bewegen auf sollte ich einmal eine zu lange Zeit sitzend verbringen. Zu Beginn hatte ich den Aktivitäts-Tracker nicht eingestellt, denn man ist ja Sportler und bewegt sich sowieso genug. Trotzdem habe ich den Versuch nach einer Woche einmal gewagt und ich muss sagen es vergeht kein Tag ohne dass ich die Uhr zu Hilfe ziehe um mich betreffend meinen Aktivitäten zu informieren. Auch den Nicht-Bewegungsmelder finde ich ganz gut. Mittlerweile stehe ich im Büro tatsächlich auf und drehe eine Runde wenn der Alarm betreffend Untätigkeit losgeht.

Laufen mit der Fenix 3

Als Besitzer eines der Vorgängermodelle – der Forerunner 620 – kenne ich die Lauffunktion der Fenix 3 bereits recht gut. Sobald die Uhr ein genügend starkes GPS-Signal hat kann mit dem Lauf begonnen werden. Die gewünschte Anzeige kann vorgängig in den Einstellungen festgelegt werden. Da ich meistens mit Brustgurt laufe, lasse ich mir Informationen zum Puls, zu der durchschnittlichen Geschwindigkeit, zu der Geamtzeit und Gesamtlänge  des Laufs anzeigen. Oftmals verwende ich auch die Trainingsfunktion der Uhr. Mit dieser kann man z. Bsp. ein Intervalltraining planen und durchführen. Will ich 5 mal 1000 Meter schnell mit Trabpausen von 800 Meter laufen kann ich die Uhr dementsprechend programmieren. Jeder Wechsel wird mir dann mit einem akustischen und/oder vibrierenden Signal gemeldet.

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Intervalltraining

Nach dem Lauf kann das Training am Bildschirm genau analysiert werden. Die Synchronisation zwischen der Fenix 3 und dem Computer oder Smartphone erfolgt übrigens entweder über das mitgelieferte Kabel (nur Computer), über Bluetooth oder über ein WLAN. Die Synchronisation über Bluetooth oder WLAN ist recht komfortable, da die Fenix 3 sobald sie eine geeignete Verbindung findet mit der Synchronisation startet und die Daten automatisch hoch lädt. Von der durchschnittlichen Geschwindigkeit bis zum Bodenkontaktzeitbereiche kann alles ausgewertet werden. Die Menge an grafischen und zahlenbasierten Auswertungen kann den Benutzer auch schon einmal überfordern, für Statistikfreaks und Zahlen-Neards ist die Software aber genau das richtige. garmin connect ausw1

Schwimmen

Bevor man das erste Training beginnt, muss man die Länge des Beckens eingeben (beim nächsten Training wird automatisch dieser Wert übernommen). Ist dies getan kann mit dem Schwimmdrill begonnen werden. Wenn ich ins Becken gehe, dann schwimme ich nicht einfach 2 km am Stück, sondern ein Teilstück beinhaltet beispielsweise 10 Mal (25 Meter Sprint und 75 Meter locker). Nach jedem Hunderter lege ich eine kurze Pause ein ohne die Uhr zu stoppen. Dies mag die Fenix 3 aber nicht weil sie mit einem Beschleunigungssensor arbeitet und deshalb wird von Garmin das folgende empfohlen: „Um bessere Auswertungen zu erhalten, sollte plötzliches Anhalten (wie mitten im Pool) vermieden und bei Pausen von der Pausenfunktion Gebrauch gemacht werden“. Das heisst, dass jedes Mal wenn ich den Beckenrand erreiche ich die Uhr pausieren und anschliessend wieder starten muss. Ich will aber schwimmen und nicht mich mit meiner Uhr beschäftigen müssen und deshalb ist diese Einschränkung meines Erachtens nicht sehr benutzerfreundlich. Folgt man aber den Anweisung von Garmin können nach der Synchronisation mit dem Computer Werte zur Gesamtstrecke, Intervalldistanz,  durchschnittliche Geschwindigkeit des Trainings sowie Pace für Intervalle und Bahnen, Schwimmzug-Anzahl, inklusive Anzahl der Schwimmzüge pro Bahn und Intervall sowie durchschnittliche Anzahl der Schwimmzüge und weiteres  ausgewertet werden.

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Im Schwimmbad

Radfahren

Von der Radfahr-Applikation benütze ich die gleichen Funktionen wie von der Lauf-Applikation angeboten. Hier ist für mich wichtig zu wissen, wie schnell ich fahre, wie lange ich bereits unterwegs bin, wie viele Kilometer ich schon gefahren bin und wie schnell mein Herz schlägt. Alle diese Informationen können bei entsprechender Konfiguration auf einem einzigen  Display angezeigt werden. Auch können GPS-Tracks von einer externen Quelle über Garmin Connect auf die Uhr geladen und abgefahren werden. Dazu aber mehr in einem separaten Blogeintrag.

Kurzes Fazit

Mit den oben beschriebenen Funktionen habe ich diejenigen abgedeckt welche ich in meinen Trainingsalltag am meisten verwende.  Natürlich verfügt die Uhr aber noch über eine grosse Anzahl anderer Funktionen und Informationen wie Kompass, Wetter, Temperatur, Höhenmesser usw. Die Fenix 3 ist nun über einen Monat bei mir in Gebrauch und im Grossen und Ganzen bin sich mit der Uhr sehr zufrieden. Sie hat sich zu einem ständigen Begleiter gemausert und verlässt mein Handgelenk nur wenn sie nach Energie schreit und aufgeladen werden muss. Dies erfolgt – je nach Verwendung der GPS-Funktion – alle ca. 3-4 Tage. Kleine Abstriche gibt es wie erwähnt bei der Schwimm-Applikation.

Erholung nach dem Wettkampf

ErholungIch geniesse es – nachdem ich 6 Monate nach Plan trainiert habe – das Training nach Lust und Laune zu gestalten. Nach einer Pause von zwei Tagen wagte ich mich am Mittwoch wieder an eine kurze, lockere Laufeinheit. Gestern Donnerstag dann ein 1.5 Stunden dauerndes Schwimmtraining in der Gruppe. Dieses war ziemlich hart da die Nachwirkungen vom sonntäglichen Wettkampf immer noch spürbar sind.

Um die Erholung weiter zu fördern, werde ich das kommende Wochenende mit aktiver Regeneration verbringen. Ein wenig Tennis spielen, vielleicht eine lockere Radeinheit absolvieren und ein paar Bahnen im Freibad schwimmen.

Ein mögliches Regenerations-Programm findet sich auf der Seite von Roy Hinnen.

Ironman 70.3 Rapperswil

IMG_1156Wunschzeit nicht erreicht aber trotzdem zufrieden. So könnte man den gestrigen Ironman-Renntag zusammenfassen.

Begonnen hat der Event mit dem Check-In am Samstag. Da meine letzte Teilnahme an einer Mitteldistanz 5 Jahre zurückliegt, hat sich punkto Organisation einiges geändert. Früher konnte das ganze Material beim Velo deponiert werden. Heute müssen die Triathleten alles in verschieden farbige Plastiksäcke (pro Disziplin) verteilen und diese Beutel müssen dann an extra dafür bereit gestellte Ständer gehängt werde. Man muss sich also gut überlegen welches Material für welche Disziplin benötigt wird und in welchen Sack man es deponieren soll.

Erstaunlicherweise konnte ich in der Nacht vor dem Rennen sehr gut schlafen. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es mit dem Zug nach Rapperswil. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen und um 09:05 startetet ich im 17.5 Grad warmen Wasser. Ich ging dem grössten „Geprügel“ aus dem Weg und konnte so ziemlich schnell meinen Rhythmus finden. Nach 36 Minuten war dieser Teil bereits absolviert. In der Wechselzone griff ich mir meinen Beutel und zog mich für das Velofahren um. Die Wechsel müssen definitiv noch geübt werden! Erstens vergass ich meinen Beutel mit den Schwimmsachen bei der Dropoff-Zone zu deponieren und musste deshalb noch einmal zurücklaufen und zweitens blieb meine Startnummer im Wechselzelt zurück. Es lief mir eiskalt über den Rücken als ich mein Versäumnis nach ca. 5 km. auf der Velostrecke bemerkte. Mental war ich da schon am Boden zerstört. Was wenn ich disqualifiziert werde? Die ganze Mühe umsonst? Nach kurzem Hadern und Gedanken zum Aufgeben beschloss ich aber, das ganze aus meinem Kopf zu verbannen und mich auf das Rennen zu konzentrieren. Anschliessend ging die erste Radrunde vorbei wie im Flug und ich konnte meinen geplanten Schnitt aufrecht erhalten. Es wurde aber immer heisser und die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel und so begannen dann in der zweiten Runde auch meine Beine zu schmerzen und ich musste – im Wissen, dass noch ein Halbmarathon bevor stand – Geschwindigkeit rausnehmen. Mit 2 Stunden 55 Minuten schloss ich den Rennveloteil – ca. 11 Minuten über meiner Bestzeit- ab.

In der Wechselzone fand ich dann auch meine Startnummer wieder. Ein aufmerksame/r Helfer/in muss sie gefunden und bei meinen Laufsachen deponiert haben. Danke! Auch sonst ging mit dem Wechsel diesmal alles gut und so machte ich mich nach einer kurzen Sanitär-Pause auf den Weg. Obwohl die Temperatur bereits 26 Grad betrug lief es mir von Beginn weg gut und ich konnte Läufer/in um Läufer/in überholen. Bei jedem Verpflegungsposten machte ich einen kurzen Halt, trank einen Becher Wasser und kühlte mich mit Schwämmen ab. So schloss ich den letzten Teil mit einer – für mich guten – Laufzeit von einer Stunde und 49 Minuten ab was schlussendlich eine Gesamtzeit von 5 Stunden und 30 Minuten ergab. Dies entsprach zwar nicht meiner Wunschzeit, aber als ich anschliessend nach dem Studieren der Rangliste feststellte, dass ich 63 Prozent der Teilnehmer in meiner Alterskategorie hinter mir gelassen habe hat sich diese Zeit wieder relativiert denn so weit vorne war ich an einem Ironman 70.3 noch nie klassiert.

Ironman Rappi 70.3 wird zur Hitzeschlacht

Es wird heiss, brütend heiss. Bis zu 28 Grad sind am Sonntag in Rapperswil angesagt. Der Ironman 70.3 wird also zur Hitzeschlacht. Meinen Halb-Marathon werde ich um ca. 12:30 in Angriff nehmen und da wird das Thermometer die Marke von 25 Grad bestimmt bereits überschritten haben. Und ich bin definitiv kein Hitzeläufer. Aber was soll’s. Die Bedingungen sind für alle gleich. Das einzige was ich machen kann, ist zu versuchen, mich einigermassen an die Hitze zu gewöhnen. Dazu laufe ich nun täglich noch ein Stück wenn die Hitze am grössten ist. Peter Greif, der deutsche Läufer-Papst sagt dazu: „Hitzetraining macht Sie nicht nur besser im Umgang mit Hitze, sondern es macht sie auch besser“. Dies nachzulesen in diesem Newsletter.

Schnellschnürer für meinen nächsten Triathlon

Nach dem Triathlon in Bern habe ich mir geschworen, dass dies das letzte Mal war, dass ich Laufschuhe ohne Schnellschnürung benutzt habe. Mit zitternden Finger Schuhe zu binden und diese anschliessend noch mit einem Doppelknopf zu versehen ist kein leichtes Unterfangen und kostet schlussendlich auch Zeit. Deshalb habe ich mir jetzt ein Paar Lock Laces besorgt und diese auch sogleich montiert. Anleitungen zum Einschnüren gibt es im Netz zu Hauf und wem dies noch nicht reicht, kann sogar ein YouTube-Video zu diesem Thema studieren.

Schnellschnuerer

Die anfänglichen Sorgen, dass die Schnellschnürung nicht so angenehm ist wie eine konventionelle Schnürung haben sich nach dem ersten Lauf in Luft aufgelöst. Das Einsteigen und zuschnüren ist ganz einfach, das Befestigen geht schnell und die Schnürung ist angenehm zu Tragen. Also ein vollauf gelungener Kauf. Mit einem Preis von knapp unter CHF 10.—bewegt sich auch der Preis in einem vernünftigen Rahmen. Und übrigens, die Schuhbändel gibt es in vielen verschiedenen Farben. Für unsere weiblichen Kolleginnen sind sie sogar in Pink erhältlich.

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Tapering-Ernährung

Mit der Tapering-Phase wird natürlich auch die Ernährung dementsprechend angepasst. Viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch und Kohlenhydrate. Da ich ein besserer Koch wie Triathlet bin nehme ich dies zum Anlass mich und meine Familie mit entsprechenden Leckereien zu verwöhnen.

Vorspeise: Selbstgemachte Pasta mit Minzenbutter und Parmesan Grüne Spargeln Zitronen- und Erdbeersauce

Hauptgang: Lachsfilet auf Spinatbeet mit Dillsauce Es versteht sich natürlich von alleine, dass ich nur ganz wenig Pasta genossen und auf die Dillsauce verzichtet habe ;-).

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Bin ich zu alt für diesen Sport?

Eigentlich fühle ich mich ja noch jung, fit und gesund und das ich älter werde, merke ich vor allem daran, dass die Athleten rechts und links von mir immer jünger erscheinen. Auch im Trainingslager in Spanien war ich bereits der älteste von der Gruppe und da habe ich mir das erste Mal in meiner ruhmlosen Sportlerkarriere die Frage gestellt: „Bin ich zu alt für diesen Sport“?

Immer wieder hört man, dass die Menschen älter und älter werden – die Lebenserwartung der Weltbevölkerung ist seit 1990 um durchschnittlich gut sechs Jahre gestiegen (von 65,3 auf 71,5 Jahre) – und somit auch noch bis ins hohe Alter aktiv sind und Sport betreiben. Kürzlich hat eine Teilnehmerin beim Ironman die Alterskategorie 85+ eröffnet und gefinished! Aber zwischen aktiv bleiben und ambitioniert Wettkämpfe betreiben besteht ein riesengrosser Unterschied. Und da stellt sich – mir zumindest – manchmal die Frage: „Ist dies wirklich nötig“? Warum nicht einfach zwei mal pro Woche locker joggen gehen und am Wochenende eine gemütliche Radtour absolvieren? Dies wäre mit Sicherheit gesünder und vernünftiger als pro Woche im Schnitt 40 Lauf- 200 Rad- und 6 Schwimmkilometer hinter sich zu bringen. Also noch einmal, warum tut man sich so etwas an? Um sich und der Umwelt zu beweisen, dass man eben noch nicht zum alten Eisen gehört? Um sich mit anderen zu messen? Um auf der Arbeit zu erzählen was für ein toller Hecht man noch ist? Midlife-Crisis? Am Morgen in den Spiegel zu schauen und festzustellen, dass man (noch) kein Problem mit Übergewicht hat? Wahrscheinlich trifft ein wenig von allem zu.

Mit 100 prozentiger Sicherheit wird es nun Kollegen und Kolleginnen geben die sagen: „Nein, ich mache es weil ich gerne in der Natur bin und weil mir das Training einfach Spass macht“. Ich sage: „Bullshit“!. Natürlich geniesse auch ich das eine oder andere Training und erlebe den einen oder anderen wirklich eindrücklichen Moment – z. Bsp. ein wunderschöner Sonnenaufgang bei einem Samstagmorge-Longjogg, oder ein gemächliches dahingleiten im See an einem lauen Sommerabend – aber hauptsächlich ist es einfach harte Arbeit und ein ständiger Willenskampf.

Auch gewinnen kann ich nichts mehr und bin jeweils froh, wenn ich mich im vorderen Drittel der Rangliste wiederfinde. Was also treibt mich mit schon bald 50 Jahren an, meine immer fragiler werdenden Knochen über den Asphalt zu treiben? Ehrlich gesagt ich weisse es nicht.

Motivationsprobleme

Monatelang bin ich motiviert, mühe mich ab und bringe meinen Trainingsplan (mit wenigen kleinen Ausnahmen) durch. Und dann naht der Renntag und damit ein Motivationsproblem. Plötzlich schwindet die Lust am morgen früh aufzustehen und in das Becken zu springen oder am Abend nach der Arbeit noch die gewohnte 10 Kilometer Runde zu absolvieren. Glücklicherweise ist der Fokus momentan auf Qualität anstelle von Quantität und damit sind weniger Wochenstunden von nöten als noch vor einem Monat. Trotzdem braucht es momentan enorme Willenskraft die geplanten Trainings durchzuziehen.

GP Bern

Vorweg, ich bin zufrieden mit meiner Leistung und es war ein super Lauf. Mit einer Laufzeit von 1:18:46 konnte ich gestern den Grand Prix von Bern beenden.

Der GP Bern ist eindeutig mein Lieblingslauf. Nicht nur weil ich ursprünglich aus dieser Gegend stamme, sondern auch weil ich die Streckenlänge von 16.1 km optimal finde und der Lauf vom Gelände her sehr abwechslungsreich ist. Zuerst kommt man in die Altstatt, dann läuft man entlang der Aare am Marzili vorbei zum Dälhölzli und wieder zurück in die Innenstadt. Auch das Bundeshaus und das Münster liegen am Weg.

Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur wurde das Rennen gestartet. Von Beginn weg konnte ich meine Pace von 5 min/km halten und Kilometer acht passierte ich unter 40 Minuten. Danach konnte ich sogar noch ein wenig zulegen. Bei Kilometer fünf lag ich auf dem 3500 Zwischenrang und das Rennen beendete ich auf Platz 2500. Die Renneinteilung war also optimal und ich lief die zweite Hälfte schneller als die erste.

Auch positiv ist, dass ich die heutige Radausfahrt mit anschließendem Koppellauf ohne Nachwehen absolvieren konnte.

Nun folgt eine Ruhewoche und nächstes Wochenende starte ich am Berner Triathlon.